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SUBOTICA,
ungarisch SABATHKA am Rande der nördlichen Batschka
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Zur Geschichte der Stadt schreibt Josef Schramm 1960 in seinem Buch
"BATSCHKA, das fruchtbare Land zwischen Donau und Theiß" :
Zum Mittelpunkt der nördlichen Batschka wurde ein Ort, der vielfach als Siedlung von Räubern und Plünderern erwähnt wird: "Maria-Theresiopolis"/Sabathka/Subotica.
Um 1525 hauste hier der Bandenführer Jovan Crni (Schwarzer Hans), der mit seiner serbischen Mannschaft mal für den Thronanwärter Johann Sapolya, mal für Ferdinand von Habsburg eintrat.
Während der Türkenzeit ein bescheidenes Städtchen, wurde Sabathka zu einer Festung, die dem Hofkriegsrat in Wien unterstellt war.
1743 wurde Sabathka unter dem Namen St. Maria zur Stadt erhoben und 1779 als "Maria-Theresiopolis" zur königlichen Freistadt. Die mit Stadtrecht ausgestattete Siedlung war in ihrem Aussehen eher ein Dorf als eine Stadt.
Die eingeschossigen Häuser in den breiten Straßen, die Herden von Rindvieh und Schweinen beherrschten das Stadtbild. Ein städtisches Aussehen haben praktisch nur zwei Straßen: vom Bahnhof bis zum Rathaus.
Das hier abgebildete Rathaus wurde kurz vor dem ersten Weltkrieg erbaut und sollte mit seinen betont rot-weiß-grünen Farben Theresiopel zu einer magyarischen Stadt stempeln. Als die Stadt 1918 zum Königreich SHS (Jugoslawien) kam, war sie die einzige Siedlung des neuen Staates, die über 100.000 Einwohner zählte - das größte Dorf ward zur einzigen Großstadt.
Heute (1960) hat Subotica-Theresiopel immer noch eine Gemarkung von 915 qkm und ist damit der Oberfläche nach die größte Gemeinde Jugoslawiens. Mit den 118.000 Einwohnern steht die Stadt jedoch erst an sechster Stelle unter den jugoslawischen Städten. Noch hat Neusatz die Einwohnerzahl von Theresiopel nicht erreicht; das kann aber bald eintreten, da die unglückliche Lage an der Staatsgrenze Subotica zu einer toten Stadt macht.
(Heinrich Stephan)
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